Gaszählereinbau verweigert - Verzug/mehr oder weniger erledigt

E. Trapp
Am 22.11.07 um 10 Uhr war mit Ihrem SWM Monteur ein Termin zum Einbau eines Gaszählers in unserem BV (EFH Neubau) vereinbart. Der Monteur (Hr. Löffler) erschien um 12:15 Uhr (also mit mehr als 2 Stunden Verspätung) am Objekt und saß dann ca. 20 Min. im Auto vor dem Grundstück. Erst nach Aufforderung durch den Installateur betrat er um ca. 12:35 das Objekt. Nach Feststellung, dass die Vorrichtung für die Montage, die vorgeschriebenen max. 1,80 Meter um wenige Zentimeter überschritt, verweigerte er den Einbau. Auf das Angebot, dass die Vorrichtung in ca. 30 Min. auf die vorschriftsmäßige Höhe heruntergesetzt werden könnte, wollte er, unter Verweiß auf Anschlusstermine, nicht eingehen. Anstelle dessen, diskutierte er dann ca. 30 Min. mit unserem Installateur, wie ein solcher Fehler passieren konnte. Daraufhin rief er in Ihrer zentralen Koordinationsstelle an und offerierte uns einen Ersatztermin am 11. Dezember 2007. Diese Absprache nahm weitere 10 Min. in Anspruch.

Das Verhalten Ihres Monteurs war alles andere als service-orientiert und evident arrogant. Es war klar zu erkennen, dass Ihm an einer pragmatischen Lösung nicht gelegen war. In der Zeit in der Herr L. Diskussionen vor Ort führte, hätte der Fehler behoben werden und der Zähler ordnungsgemäß montiert werden können. In einer selten erfahrenen Unhöflichkeit begegnete Herr L. der Bauherrschaft und der Installationsfirma Schmid. Herr L. äußerte sich mehrfach unqualifiziert, z. B. "Habt Ihr jetzt auch schon gemerkt dass es im November kalt wird - seit's aber spät dran". Bitte beachten Sie, dass ich mich nicht permanent den SWM gegenüber rechtfertigen möchte, weshalb ich mich nunmal aktuell in der Bauphase befinde, in welcher sämtliche Anschlüsse fertig zu stellen sind. Auf dererlei Bermerkungen sollten Ihre Mitarbeiter deshalb verzichten. Darüber hinaus ist das Argument von aktuellen Engpässen und Unterkapazitäten bei den SWM nur sehr bedingt nachvollziehbar. Viele Dienstleistungsunternehmen im öffentlichen und privaten Sektor sind mit saisonalen Schwankungen konfrontiert und haben ihre Ressourcen entsprechend zu steuern um den Service sicherzustellen. Weshalb die SWM nicht???

Hiermit setze ich die SWM abs sofort in Verzug und mache Sie für die Folgeschäden, welche z. B. durch Auffrieren des Estrichs samt FBH-Rohre, zu erwarten sind haftbar.

Die Service-Orientierung Ihres Mitarbeiters Herr L. ist offenbar ein Produkt Ihrer Marktstellung als quasi-Monopolist in der lokalen Gasversorgung. Dies ist für mich als Kunde nicht akzeptabel. Ich bezahle für meinen Gasanschluss und erwarte ein Mindestmaß an Kundenorientierung durch Ihr Personal. Einen Einbau des Gaszählers erwarte ich bis spät. 4. Dezember. Eine Abschrift dieses Schriebs geht an die Rechtsanwalts-Kanzlei Wittich in München.

Sehr geehrter Herr Stadtrat Offman,

vielen Dank für Ihr Engagement in dieser Sache. Ihre Plattform verlieh meiner Beschwerde den notwendigen Nachdruck. Zwischenzeitlich habe ich von den SWM eine Rückmeldung auf meine Beschwerde erhalten und dementsprechend kann dieser Vorgang ad acta gelegt werden. Es wäre nun müßig, noch einmal auf die Details einzugehen - soviel sei jedoch gesagt - in nahezu keinem Punkt des standardisierten Antwortschriebs gingen die SWM auf meine Reklamationen ein. Das finde ich mehr als schade. Im übrigen sei noch erwähnt, dass der von mir zitierte Prüfmeister zwischenzeitlich erneut auf der Baustelle war um den Zählereinbau abzuschließen. Dabei lies er es sich nicht nehmen zu bemerken, dass ihm "....ohnehin alles egal sei...", da er in wenigen Tagen in Pension ging. Kein Kommentar!

 

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